RH-Sailing

49er Segel-Team Philipp Royla & Tom Heinrich

Wir sind Philipp Royla und Tom Heinrich (rh.sailing), Bundeskaderathleten im German Sailing Team und starten für den Kieler Yacht Club. Unser großes Ziel ist es, eine Medaille für Deutschland bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris zu gewinnen.

Segeln war schon von klein auf unsere Leidenschaft. Das spannende Racing gegen die besten Segler weltweit und die komplexe, sich ständig entwickelnde Technologie sind es, was Segeln für uns so interessant macht.

Da unser Training meist mit langen Anfahrten verbunden ist, ist es für uns essentiell, immer mobil zu sein. Durch das autocentrum lass können wir unsere Wege jetzt schnell und entspannt bestreiten und verlieren keine wertvolle Zeit auf unserem Weg zu den olympischen Spielen.

Pilipp Royla auf germansailingteam.de

Tom Heinrich auf germansailingteam.de

RH-Sailing auf instagram.com

VERSTÄRKUNG FÜR DAS LASS SPORTS-TEAM

Kronshagen 15.03.2019

Das Auto Centrum Lass hat sein Engagement im Sport ausgeweitet und ist ab sofort exklusiver Mobilitätsparter vom 49er Segelteam RH-Sailing. Als Mitglied der Geschäftsleitung übergab Karsten Timm nun einen neuen Toyota Auris Touring Sports an Tom Heinrich und Philipp Royla.
"Tom und Philipp sind zwei absolut sympathische Jungs mit hohen sportlichen Zielen", so Karsten Timm. "Wir freuen uns darauf die beiden auf dem Landwege unterstützen zu können."

ZWISCHENBERICHT FRÜHJAHR 2019

Kronshagen 04.06.2019

Unsere Boote und wir sind mittlerweile wieder in Kiel angekommen. Deshalb hier mal ein kleiner Bericht zu unserem Winter und wie es in der nächsten Zeit weitergeht.

Nach unserem Training in Portugal haben wir die Boote nach Palma de Mallorca gebracht, um dort mit vielen anderen Teams zu trainieren und die erste Regatta des Jahres zu segeln. Das Training lief für uns richtig gut. Wir haben große Fortschritte im Bereich Speed gemacht und konnten unsere Routinen in den Manövern deutlich verbessern, sodass wir in den Trainingsrennen meistens an der Spitze unserer Gruppe waren. 

Im März sind wir dann die erste richtige Regatta gesegelt, bei der fast alle Top-Teams dabei waren, der erste Vergleich mit den Senioren der Saison. Die Bedingungen waren sehr tricky, was für uns aber kein großes Problem war. Mit zwei Top-Ten Ergebnissen am ersten Tag waren wir sehr zufrieden. Im ersten Rennen konnten wir sogar die Olympia-Dritten von 2016 Erik und Thomas hinter uns lassen. Nach dem Qualifying sind wir dann leider doch sehr knapp im Silber-Fleet gelandet. Dort konnten wir das erste Rennen gewinnen, hatten dann im zweiten Rennen allerdings einen Crash und konnten nicht mehr ganz vorne ins Ziel fahren. 

Die Regatta war trotzdem sehr positiv zu bewerten, wir konnten meistens mit den Besten der Welt mithalten und somit ein starkes Selbstbewusstsein für den Rest der Saison aufbauen.

Wir haben dann noch einen Block mit sehr viel Wind auf Mallorca verbracht, bevor wir 2 Wochen Pause in Kiel hatten. Dann ging es wieder los, diesmal nach England zur Europameisterschaft. Das Vortraining lief wieder super, wir haben mit allen deutschen Booten Rennen gefahren, bei denen wir wieder unser Potenzial gezeigt haben und oft ganz vorne waren. Der erste Tag der EM lief einigermaßen okay, mit zwei guten Rennen in den Top 20 und zwei Rennen bei denen wir unsere nahezu perfekten Starts leider über den Kurs nicht ganz halten konnten. Der zweite Tag ist dann richtig schlecht gelaufen, noch vor dem ersten Start ist Philipp im Boot umgeknickt. Wir mussten den Tag abbrechen und Philipp ist direkt ins nächste Krankenhaus gefahren worden. Der Arzt dort konnte erstmal nichts Dramatisches feststellen, aber hat sehr klar kommuniziert, dass der Fuß nicht belastet werden darf. Damit hatte unsere EM ein schnelles Ende gefunden. Wir waren beide sehr enttäuscht, da vor allem perfekte Bedingungen waren, bei denen wir ganz vorne mitmischen hätten können. 

Beim Arzt in Deutschland wurde dann bei Philipp ein gebrochenes Sprunggelenk festgestellt. Damit fällt er ca. vier Wochen aus. Wir verpassen also unseren Zielwettkampf, die Juniorenweltmeister-schaft. 

Wenn Philipp wieder fit ist, werden wir wieder ins Training einsteigen und wahrscheinlich sehr schnell an unsere Leistungen anknüpfen können. Dann werden wir die Deutsche Meisterschaft, die JuniorenEM und die Junioren Deutsche Meisterschaft in Kiel segeln. Die sechs Wochen Pause sind zwar ein ziemlicher Rückschlag, wir nutzen die Zeit aber um alles neben dem Segeln perfekt zu erledigen und werden dann mega- motiviert Anfang Juli wieder ins Training einsteigen.

Wir sind super glücklich mit dem Auto. Es hilft uns momentan extrem, um zum Stützpunkt nach Schilksee zu kommen. Wir sparen sehr viel Zeit und Stress und sind natürlich super flexibel. Dazu kommt noch, dass der Spritverbrauch noch besser ist als erwartet, die gesparten Kosten sind viel Wert. Vielen Dank dafür. 

Das Bild haben wir an unserem letzten Trainingstag in Weymouth gemacht, als Philipp noch fit war.

Viele Grüße 

Philipp und Tom

ZWISCHENBERICHT SOMMER 2019

Kronshagen 03.07.2019

Moin zusammen,

die Kieler Woche 2019 liegt nun auch hinter uns. Ich bin, wie bei der EM und dem Training zwischendurch auch, wieder zusammen mit Nils Carstensen gesegelt. Nachdem die Europameisterschaft durch die Gewöhnung an den anderen Steuermann noch sehr schwierig war, konnten wir im Training bei fast jeden Bedingungen einen guten gemeinsamen Modus finden und waren so sehr motiviert bei der KiWo ordentlich Gas zu geben. 
Bei besten Bedingungen mit Sonne und viel Wind starteten wir gut in die Regatta. Wir konnten mit zwei Top-Ten Plätzen uns im vorderen Drittel platzieren. Damit waren wir für den Tag in unserer Zielsetzung, der Gold Flotte, die nach zwei Tagen eingeteilt wird. Am zweiten Tag waren die Bedingungen sehr ähnlich, sodass wir schnell an unsere Leistungen am vorherigen Tag anknüpfen konnten. Leider hatten wir etwas Pech im ersten Rennen mit einer verdrehten Schot, sodass wir trotz zwei weiteren Top-Ten Plätze sehr ärgerlich die Gold Flotte um drei Punkte verpassten. 
An den nächsten Tage segelten wir bei extrem drehenden Winden sehr konstant und sind am Ende 33. von 90 Booten geworden. Damit sind wir dann doch einigermaßen zufrieden.
Das Wichtigste ist, dass ich sehr viel gelernt habe, was Philipp und mir im weiteren Teil der Saison sehr helfen wird. Philipp selber konnte heute seinen Gips ablegen und startet jetzt in die Reha. Er ist sehr guter Dinge und hofft möglichst in ein paar Wochen wieder auf dem Boot zu sein. Bis dahin werde ich noch weiter zusammen mit Nils segeln. Unsere nächste Regatta wird, falls Philipp und der eigentliche Vorschoter von Nils noch nicht wieder fit sind, der WorldCup in Japan sein. Wenn alles nach Plan läuft, werden Philipp und ich zu der Zeit das erste Mal an unser nächstes WM Revier, den Comer See fahren und dort trainieren.
 
Schöne Grüße
rh.sailing (Tom Heinrich)

ZWISCHENBERICHT SPÄTSOMMER 2019

Kronshagen 27.09.2019

Nach etwas längerer Zeit melden wir uns mal wieder aus der Welt des Segelsports. In der letzten Woche fand in Kiel Schilksee die Deutsche Junioren-Meisterschaft der 49er Klasse statt. Direkt nachdem die Dauer von Philipps Verletzung feststand, haben wir uns als Ziel gesetzt, bei dieser Regatta in unserer Heimat wieder die ersten Schritte auf dem Boot zu machen.So kam es dann auch.
In den Tagen vor der Regatta konnten wir im Training schon einige Minuten zusammen segeln. Allerdings war Philipp noch sehr damit beschäftigt, die Angst vor der neuen Belastung zu überwinden. Außerdem reagierte der Fuß eher schlecht auf den Druck. Damit ging es erstmal wieder in die letzten Schritte der Reha. Dann kam auch schon der erste Regattatag, in den wir mit sehr gemischten Gefühlen gegangen sind. Wir haben uns natürlich riesig gefreut, wieder gemeinsam an den Start zu gehen, aber wussten natürlich überhaupt nicht, was uns erwartet.
Zudem kam noch sehr viel Wind, der uns erstmal gar nicht passte. Wir haben trotzdem versucht, segeln zu gehen, haben aber nach einer halben Stunde festgestellt, dass über 20kn mit kurzer Welle wohl zu viel des Guten für den Fuß sind.


Der zweite Tag sah dann deutlich besser aus, mit moderatem Wind und Flachwasser fühlten wir
uns dann schon deutlich sicherer. Wir waren sehr gespannt auf unser erstes Rennen, da die anderen Teams in den letzten Monaten sicherlich große Fortschritte gemacht haben.
Wir konnten uns allerdings direkt vom Start an gut behaupten und waren an der ersten Tonne direkt auf der 3. Position. Am Ende des Rennens brachten wir einen 5. Platz von 14 Booten ins Ziel. Erstmal ziemlich gut. Das zweite Rennen verlief sehr ähnlich, nur das wir unsere Postion auf den 3. Platz verbessern konnten. Damit waren wir definitiv sehr glücklich. Im dritten Rennen des Tages hatten wir dann ein wenig Pech und Philipps Fuß fing an, Probleme zu machen, sodass wir das letzte Rennen des Tages nicht mehr mitgesegelt sind.

Am dritten Regattatag war wieder etwas mehr Wind aus einer anderen Richtung, die uns sehr zu Gute kam. Wir hatten ein System in den Drehern und Böen entdeckt, dass uns die Möglichkeit gab, taktisch gut aufgestellt zu sein. Dazu kam unser extrem guter Bootsspeed, der in 4,5 Monaten Pause anscheinend eher besser als schlechter geworden ist. Somit konnten wir den Tag die Ergebnisse 2, 3, 2 und 1 ersegeln, womit wir das beste Boot des Tages geworden sind. Neben unserer gesamten Trainingsgruppe, konnten wir auch das beste norwegische Team schlagen.
Der letzte Tag war dann wenig spektakulär, wir sind noch weitere gute Rennen gesegelt. Das Endergebnis sieht natürlich schlecht aus, da wir insgesamt 5 Rennen auslassen mussten. Dies beachten wir bei dieser Veranstaltung aber erst gar nicht.
Insgesamt sind wir super happy mit unserer Performance. Wir konnten sofort und ohne Training an der Stelle anknüpfen, an der wir vor der Verletzung standen. Das können wir als unseren größten gemeinsamen Erfolg verbuchen. Durch harte und präzise Arbeit während der Verletzung, konnten wir so viel dazulernen, dass man den Trainingsrückstand überhaupt nicht merkt. Wir fühlen uns extrem wohl, wieder zusammen auf dem 49er zu segeln. In jedem Moment merkt man, wie eingespielt und harmonisch wir als Team funktionieren.
Nun gehen wir wieder mit einer immensen Motivation zurück ins volle Training und freuen uns auf ein paar kalte Wassertage vor Schilksee, bevor wir unsere Boote dann in den Süden bringen. Dort wird auch unsere nächste wichtige Regatta stattfinden, die Junioren-Europameisterschaft.

Das war’s von uns. Beste Grüße

Schöne Grüße
rh.sailing (Tom Heinrich)